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Ziergarten: Die besten Gartentipps im November

Von Folkert Siemens, Alexandra Hartung

Der Winter nähert sich jetzt mit Riesenschritten und in kalten Regionen kann es bereits frieren. Höchste Zeit, im Garten mit den Winterschutzmaßnahmen zu beginnen.

Bäume mit Herbstfärbung wie der Judasbaum (Cercis siliquastrum) sorgen für einen farbenfrohen Saisonausklang. Allerdings machen die Blätter auch einiges an Arbeit
Credits: MSG/Alexandra Ichters

Herbstlaub umweltgerecht entsorgen

In den Schattenbeeten unter Bäumen und Sträuchern können Sie das herabfallende Herbstlaub ruhig liegen lassen. Die Schattenstauden und Bodendecker sind von Ihrem Naturstandort her an eine herbstliche Laubauflage gewöhnt. Den klassischen Beetstauden und dem Rasen rauben die Blätter im Herbst allerdings das Licht. Verteilen Sie das zusammengerechte Laub einfach unter den Bäumen und Sträuchern oder entsorgen Sie es im Kompost.

Boden für neue Beete vorbereiten

Wer im nächsten Frühling neue Blumenbeete anlegen möchte, gräbt bereits jetzt das Erdreich um und arbeitet dabei - falls vorhanden - halb zersetzten Laubkompost ein. Der Frost macht die Erdschollen schwerer lehmiger Böden brüchig. Das Ergebnis im Frühjahr ist eine lockere, feinkrümelige Pflanzerde.

Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen

Wurzelnackte Rosen sind relativ preiswert und wachsen problemlos an, wenn sie richtig gepflanzt werden. Der optimale Pflanzmonat ist der November, denn jetzt kommen die Rosen frisch vom Feld und nicht - wie beim Kauf im Frühjahr - aus dem Kühlhaus. Schneiden Sie alle Wurzelspitzen zurück und stellen Sie die Rosen anschließend für ein paar Stunden in einen Wassereimer. Anschließend pflanzen Sie sie so tief in lockere Gartenerde, dass die Veredlungsstelle mindestens zwei Finger breit unterhalb der Erdoberfläche liegt. Mischen Sie die Erde aus dem Pflanzloch am besten mit etwas reifem Kompost und einer Handvoll Hornspäne.

Rosenbeete anhäufeln

Um Ihre Beetrosen vor Frostschäden an der Veredlungsstelle zu schützen, sollten Sie die Triebbasis jeder Rose jetzt etwa 10 bis 15 Zentimeter hoch mit Rindenkompost oder Lauberde anhäufeln. Als Schutz vor kalten Winden können Sie die Triebe außerdem mit Tannenreisig abdecken.

Jetzt Gehölze pflanzen

Robuste, wurzelnackte oder ballierte Ziersträucher wie Forsythie oder Duftjasmin sollten Sie jetzt im November pflanzen. Die Pflanzen wurzeln noch vor Wintereinbruch ein und starten mit einem Wachstumsvorsprung in die neue Saison. Immergrüne und frostempfindliche Gehölze wie Rhododendron, Hibiskus oder Säckelblume pflanzen Sie hingegen besser erst im Frühjahr.

Winterschutz für Gräser

Schneiden Sie Ziergräser jetzt noch nicht zurück, sondern binden Sie die trockenen Halme zu Büscheln zusammen. So bieten sie den Wurzeln einen guten Nässe- und Kälteschutz. Das ist besonders wichtig bei nässeempfindlichen Arten wie beispielsweise dem Pampasgras (Cortaderia). Sie können es nach dem Zusammenbinden zusätzlich mit Noppenfolie isolieren.

Höchste Zeit für Blumenzwiebeln

Im Gartenfachhandel können Sie jetzt im November noch das eine oder andere Blumenzwiebel-Schnäppchen machen. Wenn Sie die Blumenzwiebeln noch bis Ende des Monats pflanzen, wachsen sie problemlos an und treiben im nächsten Frühjahr rechtzeitig aus.

Holen Sie Dahlienknollen bis zum ersten Bodenfrost aus der Erde und lagern Sie sie frostfrei ein
Credits: MSG/Bodo Butz

Dahlien roden

Wenn die ersten Fröste kommen, dauert es nicht mehr lange, bis das Laub der Dahlien abgestorben ist. Schneiden Sie es komplett ab und roden Sie die Knollen. Mit einem Namensschild versehen lagert man sie am besten an einem kühlen und dunklen, frostfreien Ort in Kisten mit lockerer Humuserde. Wichtig: Sortieren Sie beschädigte und verfaulte Knollen vor dem Einwintern aus. Das Laub können Sie kompostieren oder als Mulch für abgeerntete Gemüsebeete verwenden.

Topf-Chrysanthemen pflanzen

Wenn sich die Blütezeit Ihrer Topf-Chrysanthemen dem Ende neigt, können Sie versuchen, die Pflanzen im Gartenbeet zu überwintern. Wie die Bayerische Landesanstalt für Gartenbau in Veitshöchheim festgestellt hat, haben die ausgepflanzten Chrysanthemen mit einer Abdeckung aus Tannenreisig die größten Überlebenschancen. Fichtenreisig war in den Tests weniger effektiv.

Winterquartier für Igel einrichten

Igel suchen sich jetzt im Garten einen Unterschlupf für den Winterschlaf. Ideal sind Holzstapel, Reisig- oder Steinhaufen. Wenn Sie die ersten Obstbäume im Garten bereits geschnitten haben, sollten Sie das Schnittgut zusammen mit Herbstlaub aufschichten, um dem Stacheltier ein Quartier zu bieten. Tipp: Legen Sie als Schlafraum eine umgedrehte Obstkiste unter den Reisighaufen, bei der Sie zuvor auf einer Schmalseite die Holzleisten entfernt haben. Wer einem Igel zu mehr Winterspeck verhelfen möchte, stellt abends eine Schale mit frischem Nassfutter für Katzen auf.

Nistkästen reinigen

In altem Nistmaterial können Milben und andere Parasiten überdauern, die der Brut im nächsten Jahr das Leben schwermachen. Deshalb sollte man die Nistkästen reinigen und desinfizieren - jedoch nur dann, wenn kein Eichhörnchen oder Siebenschläfer sie als Winterquartier nutzt.

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